Zukunftstag für Mädchen und Jungen bei TANDLER
Auch unsere Mitarbeiter haben am Zukunftstag ihre Kinder mit in die Firma genommen.
Hier ein paar Eindrücke:
Volles Haus bei TANDLER
Am 3.Juni 2009 ist TANDLER 60 Jahre alt geworden. Dies wurde mit einem Tag der offenen Tür gefeiert, zu dem über 600 Besucher kamen, um einmal die Produktion live und hautnah zu erleben. Natürlich war auch für das leibliche Wohl und für musikalische Unterhaltung gesorgt. Zum Abschluss eines mehr als gelungenen Tages übergab Gert S. Tandler eine komplette Metallwerkstatt im Wert von 20.000 Euro an eine benachbarte Schule, denn die Förderung der Jugend hat sich TANDLER seit jeher auf die Fahnen geschrieben.60 Jahre TANDLER
Mehr über die Firma TANDLER und unser 60-jähriges Jubiläum finden sie in unserer aktuellen Unternehmensbroschüre.

Hr.Tandler (rechts) Schulvertretung (links) Foto: Walter Gerbracht
Schul-Nachrichten
Wilhelm-Kaisen-Schule Bremen
Benachbarte Zahnrad- und Getriebefabrik TANDLER stiftet Metallwerkstatt im Wert von 20.000,– €
Eine komplette Metallwerkstatt einschließlich des notwendigen Maschinenparks im Wert von 20.000 EUR stiftete die Zahnrad- und Getriebefabrik TANDLER aus Anlass ihres 60jährigen Bestehens. Empfänger dieser großzügigen Spende ist die der Firma in der Bremer Neustadt unmittelbar benachbarte Wilhelm-Kaisen-Schule.Symbolisch per riesigem Scheck überreichte der Firmeninhaber Gert Siegfried Tandler den Maschinenpark im Rahmen eines Festakts anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten beim Tag der offenen Tür der Firma TANDLER.
In seiner Rede zum Firmenjubiläum betonte Tandler, wie bedeutsam für ihn die Nachwuchsförderung sei: “Wir brauchen begabte und gut vorgebildete junge Leute, die sich für eine Ausbildung im Metallbereich interessieren. Deshalb statten wir die Wilhelm-Kaisen-Schule mit Maschinen und den zugehörigen Werkzeugen aus und hoffen, so neue Impulse für den berufsvorbereitenden Werkunterricht geben zu können.” Mit einer Dankesurkunde bedankten sich Schulleiterin Susanne Draheim und Schulsprecherin Katharina Ernst bei Gert Siegfried Tandler und seinen Mitarbeitern für diese außerordentlich großzügige Spende. “Wir würden uns darüber hinaus sehr freuen, wenn es über diese Ausstattung zu einer stärkeren Bindung zwischen dem nur 200m entfernten Betrieb und unserer Schule käme”, sagte Susanne Draheim.Eingerichtet wird die Metallwerkstatt in den Sommerferien, um dann Anfang des neuen Schuljahres von den Schülerinnen und Schülern in Besitz genommen zu werden. Joachim Bergemann, stellvertretender Schulleiter der Wilhelm-Kaisen-Schule, kann es immer noch kaum fassen: “Es ist fast unvorstellbar, dass eine Firma in diesen schwierigen Zeiten so viel Geld in die Hand nimmt, um die praktische Bildung im Stadtteil so großzügig zu fördern. Dafür können wir uns nur ganz herzlich bedanken und sind sicher, dass die Spende von Schülerinnen und Schülern, der Elternschaft und dem Kollegium gern angenommen wird.” Erwähnt an dieser Stelle sei noch, dass die Firma mit ca. 200 Mitarbeitern jährlich etwa 15 Auszubildende und mehr als 30 Praktikanten beschäftigt, von denen nun wohl bald noch mehr von der Wilhelm-Kaisen-Schule kommen werden.
Weser Kurier vom 15. Juni 2009
Von klein auf ein Teamarbeiter
Gert Tandler setzt auf Präzision / Firma seit 60 Jahren in Familienbesitz
Von Christian Meyer
Huckelriede. Jetzt erst mal ein Bier. Nichts wünscht sich Gert Tandler jetzt sehnlicher. Schließlich ist es anstrengend, ein Jubiläum zu feiern, dabei zu singen, eine Rede zu halten und dann auch noch eine Spende zu überreichen. Der 59-Jährige führt seit fast zehn Jahren die “Tandler Zahnrad- und Getriebefabrik”. Am vergangenen Wochenende feierte er mit etwa 250 Mitarbeitern den 60. Geburtstag der Firma. Dabei überreichte er der Wilhelm-Kaisen-Schule eine Sachspende im Wert von 20000 Euro: zwei Bohr- und Fräsmaschinen, die im Technikunterricht eingesetzt werden sollen. “Ich war sieben Jahre alt, als ich das erste Mal an einer Maschine stand”, erinnert sich der Habenhauser an den Start seiner Karriere. “Ich habe zwölf Pfennige in der Stunde bekommen”, sagt er und muss lachen. Damals, also vor knapp 50 Jahren, führte noch sein Vater Siegfried die Geschicke der Firma. “Er war so etwas wie ein Patriarch”, beschreibt ihn Gert Tandler. Trotz seines autoritären Führungsstils sei sein Vater sehr beliebt gewesen. Entscheidungen aber pflegte der Senior im Alleingang zu treffen. “Es war schwer, ihn von Neuerungen zu überzeugen”, gesteht der Junior. Nach einem Maschinenbaustudium in Darmstadt und Bremen sammelte der heutige Unternehmer Erfahrungen in verschiedenen Firmen, unter anderem auch in den Vereinigten Staaten. Mitte der Achtziger Jahre stieg er in die Geschäftsführung der Firma ein. Das Verhältnis zu seinem Vater beschreibt Gert Tandler so: “Er war der Kanzler und ich sein Außenminister.” Wie in der Regierung auch hätte natürlich der Kanzler die Richtlinien bestimmt. Ende der Neunziger wollte er seinen Vater von einer neuen Marktidee überzeugen – und ist gescheitert. Als Folge brachen die Absatzzahlen ein. Gegen den Willen seines Vaters stellt Gert Tandler dann einen kaufmännischen Geschäftsführer ein. Der habe die Zahlen der Firma sondiert und wichtige Entscheidungen getroffen, berichtet er. “Wir mussten unsere beiden Werke zu einem zusammenschließen.” Als der Vater 2000 starb, stieg Gert Tandler zum Kanzler auf. Der 59-Jährige sieht sich als Teamarbeiter, nicht als Ansager von Leitlinien. Doch an den Maschinen findet man ihn heute kaum noch. “Die neuen Dinger könnte ich gar nicht bedienen, mein Platz ist eher hinterm Schreibtisch.” Zudem sei er etwa drei bis vier Monate im Jahr etwa in China oder den USA unterwegs, um internationale Kontakte zu pflegen. “Präzision ist sehr wichtig für mich”, erklärt Gert Tandler. Ein unordentlicher Schreibtisch oder nicht perfekt ausgeführte Aufträge sind ein Gräuel für den dreifachen Familienvater. Präzision spielt auch in den Tandler-Werken eine tragende Rolle. “Gewinde, Getriebe und Zahnräder müssen ganz exakt geschliffen werden, sonst sind sie unbrauchbar”, betont der Firmenchef. Die Nähe zu seinem Arbeitsplatz ist eine andere Sache, die Gert Tandler wichtig ist. So wohnt er kaum zehn Autominuten von seiner Fabrik in der Kornstraße entfernt und verbringt viel Zeit in der Firma. Manchmal reiht er sich aber auch in die Reihen des Shanty-Chors “Bremer Kogge” ein. “Singen ist halt mein Hobby”, erzählt er. Das brauche er zum Ausgleich. Wie lange Gert Tandler die Geschäfte noch führen wird, steht noch in den Sternen. Nur eines steht für ihn bereits fest: “Ein Investor oder so etwas kommt hier nicht rein.” Er sähe es am liebsten, wenn sein jüngster Sohn in die Firma einsteigen würde.
